Seit Jahren bereichert Akkordeonvirtuose Krzysztof Dobrek das Internationale Akkordeonfestival. Dobrek und seine musikalischen Gäste gestalten die Abschlussgala mit einer besonderen, fast schon geheimnisvollen Note.
Aufgewachsen an der Błędowska-Wüste in Polen, begann er bereits im Alter von sieben Jahren mit dem Erlernen des Akkordeonspiels; mit dreizehn zog er mutig von zu Hause fort nach Krakau, um als Fagottist in die Welt der Klassik und des Jazz einzutauchen.
Auf dem Weg zum Konservatorium entdeckte er eine Roma-Band, die sein Musikverständnis nachhaltig prägte. 1990 zog er nach Wien, wo er das Akkordeon wiederentdeckte: Er erlebte die Erfahrungen als Straßenmusiker als eine ehrliche, erfüllende Schule, die er höher schätzt als jede akademische Ausbildung.
Nach Tätigkeiten mit Dobrek Bistro, im Theater an der Wien, im Theater in der Josefstadt und im Burgtheater, dem Acoustic Drive Orchestra und in der Tschuschenkapelle ist Krzysztof Dobrek bis heute mit der steirischen Kabarett-Band Die Landstreich oder in Maria Bills Edith Piaf- und Jacques Brel-Revueen als Akkordeonist zu hören.
Aufgrund der überwältigenden Nachfrage, wird es ein Zusatzkonzert am gleichen Tag um 14:30 Uhr geben.
Alle Informationen finden sie hier:
akkordeonfestival.at/events/zusatzkonzert-krzysztof-dobrek-und-musikalische-gaeste/
Sehr geehrtes Publikum des Akkordeonfestivals,
Zwei Nachrichten hab ich für Sie: eine gute und eine schlechte.
Fangen wir mit der schlechten an:
Es gibt keine Karten mehr für das Konzert beim Akkordeonfestival am 14.März. (Hurra!!!) Und die gute?
Es wird eine Zusatzvorstellung geben. (Hurra!!! Hurra!!! Hurra!!!)
Und zwar am gleichen Tag und am gleichen Ort:
Sa., 14. März um 14:30 Uhr im Stadtsaal.
Jetzt aber die Details: was und warum.
„Die Abschlussgala vom Akkordeonfestivals“ – dieses Angebot lag vor mir. Wer kann da nein sagen. Aber sofort kam die Frage, was mache ich? Wer mich kennt (gehört hat), wieß, dass ich eine Affinität zu großen Formen habe. Die musikalischen Einheiten bei Dobrek Bistro waren im Durchschnitt zwischen 8 und 15 Minuten lang. Zurzeit aber plagt mich jedoch eine Sehnsucht nach Miniaturen, nach kleinen Musikgedanken, die man am liebsten im Schlafzimmer im Schein einer Kerze vortragen möchte. Ich durchstöbere immer wieder meine Schubladen und finde Stücke, die ich noch nie vor Publikum gespielt habe. Manche sind alt, manche jung, aber alle haben meiner Meinung nach den Charakter eines frisch geschlüpften Liedes.
Dann kam die monatelange Phase des Nachdenkens: mit wem?
Seit dem 21. Jänner 2026 weiß ich, dass ich diesen Abend (zwei Vorstellungen!) mit der wunderbaren Geigerin, mit der ich seit 2017 die nichtsteirischen 50% der Band Landstreich bilden darf, und mit meinem Lieblings-Fälscher und Lieblings-Stockinger bestreiten darf.
Johanna Kugler und Karl Markovics – mit ihnen die Bühne teilen zu dürfen ist ein Geschenk. Da ich schon mehrmals mit dem Herrn Markovics (nicht nur den Karl Krauss, auch die Winterreise von Schubert) performen durfte, habe ich ihn gefragt: „Karl, könntest Du Dir eine unübliche, vielleicht sogar verkehrte Herangehensweise vorstellen: ich spiele Dir ein Musikstück vor, und Du sagst mir welches Gedicht Du dazu vortragen würdest?“ Die Freude in seiner Stimme war für mich die eindeutige Bestätigung, dass wir diesen Weg beschreiten sollen.
Sehr geehrtes Publikum des Akkordeonfestivals,
Auf dieses Programm bin ich SEHR, SEHR, SEHR gespannt. Und ich freue mich RIESIG.
Krzysztof Dobrek
Krzysztof Dobkrek − Akkordeon
Johanna Kugler − Geige
Karl Markovics − Stimme