1) Claudia Kohlus „Und trüge ich einen Notenmantel“ I.
2) Mascha Kaléko „Rezept“
3) Ernst Jandl „Ottos Mops“
4) Ernst Jandl „Fünfter sein“
5) Ernst Jandl „lichtung“
6) Hans Weissenborn „Der Morgen hat langsam deinen Mond überholt“
7) H.C. Artmann „wos an weana olas ens gmiad ged“
8) Mascha Kaléko „Memento“
9) Bertold Brecht „Sein Ende“
10) H.C.Artmann „Frog me ned“
11) Gerhard Rühm „Naturgedicht“
12) Claudia Kohlus „Ich hörte Murmeltiere pfeifen“
13) Ernst Jandl „Jetzt lege ich mich hin“
14) Claudia Kohlus „Und trüge ich…“ II.
15) Claudia Kohlus „Und trüge ich…“ III.
16) Christine Lavant „Tief schläft die Furcht in meinem Blut“
17) Ernst Jandl „an gott“
18) Else Lasker-Schüler „An Gott“
19) Claudia Kohlus „Und trüge ich…“ IV.
20) Christian Morgenstern „Der Gaul“ I – VI
21) Gerhard Fritsch „Für mich“
22) Else Lasker-Schüler „Die Dämmerung naht“
23) Ernst Jandl „in die dämmerung“
24) Wolfgang Borchert „Lass mich deinen Rosenmund“
25) H.C. Artmann „fola feigaln da boista“
26) Ernst Jandl „liegen bei dir“
27) Claudia Kohlus „Und trüge ich…“ V
Sehr geehrtes Publikum des Akkordeonfestivals,
Zwei Nachrichten hab ich für Sie: eine gute und eine schlechte.
Fangen wir mit der schlechten an:
Es gibt keine Karten mehr für das Konzert beim Akkordeonfestival am 14.März. (Hurra!!!) Und die gute?
Es wird eine Zusatzvorstellung geben. (Hurra!!! Hurra!!! Hurra!!!)
Und zwar am gleichen Tag und am gleichen Ort:
Sa., 14. März um 14:30 Uhr im Stadtsaal.
Jetzt aber die Details: was und warum.
„Die Abschlussgala vom Akkordeonfestivals“ – dieses Angebot lag vor mir. Wer kann da nein sagen. Aber sofort kam die Frage, was mache ich? Wer mich kennt (gehört hat), weiß, dass ich eine Affinität zu großen Formen habe. Die musikalischen Einheiten bei Dobrek Bistro waren im Durchschnitt zwischen 8 und 15 Minuten lang. Zurzeit aber plagt mich jedoch eine Sehnsucht nach Miniaturen, nach kleinen Musikgedanken, die man am liebsten im Schlafzimmer im Schein einer Kerze vortragen möchte. Ich durchstöbere immer wieder meine Schubladen und finde Stücke, die ich noch nie vor Publikum gespielt habe. Manche sind alt, manche jung, aber alle haben meiner Meinung nach den Charakter eines frisch geschlüpften Liedes.
Dann kam die monatelange Phase des Nachdenkens: mit wem?
Seit dem 21. Jänner 2026 weiß ich, dass ich diesen Abend (zwei Vorstellungen!) mit der wunderbaren Geigerin, mit der ich seit 2017 die nichtsteirischen 50% der Band Landstreich bilden darf, und mit meinem Lieblings-Fälscher und Lieblings-Stockinger bestreiten darf.
Johanna Kugler und Karl Markovics – mit ihnen die Bühne teilen zu dürfen ist ein Geschenk. Da ich schon mehrmals mit dem Herrn Markovics (nicht nur den Karl Krauss, auch die Winterreise von Schubert) performen durfte, habe ich ihn gefragt: „Karl, könntest Du Dir eine unübliche, vielleicht sogar verkehrte Herangehensweise vorstellen: ich spiele Dir ein Musikstück vor, und Du sagst mir welches Gedicht Du dazu vortragen würdest?“ Die Freude in seiner Stimme war für mich die eindeutige Bestätigung, dass wir diesen Weg beschreiten sollen.
Sehr geehrtes Publikum des Akkordeonfestivals,
Auf dieses Programm bin ich SEHR, SEHR, SEHR gespannt. Und ich freue mich RIESIG.
Krzysztof Dobrek
Krzysztof Dobrek − Akkordeon
Johanna Kugler − Geige
Karl Markovics − Stimme